Neuigkeiten von unserem Kolleg

Was tut sich gerade an unserem Kolleg? Neuigkeiten und interessantes rund um das Kolleg für Sozialpädagogik 1210 Wien.


UMF Training im Rahmen des EU Projektes FORUM, FICE Austria

Die FICE Österreich lädt Sie ein zur Vorstellung des Trainings 

„Pflegefamilien für unbegleitete minderjährige Geflüchtete“

welches im Rahmen des zweijährigen EU-Projekts FORUM – Foster Care For Unaccompanied Minors entwickelt wurde.

Das Training gliedert sich in drei Module:

  1. Erfahrungen von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten und die nationalen Systeme in den jeweiligen Ländern.
  2. Aufbau von Wissen und Fähigkeiten, sich um unbegleitete minderjährige Geflüchtete zu kümmern
  3. Identifikation von unterstützenden Netzwerken, Rekrutierung, Vorbereitung und Monitoring von Pflegefamilien und deren Matching mit den Geflüchteten

Von 09:00 bis 13:00 Uhr werden wir Ihnen die Trainingsmodule vorstellen.

Von 14:00 bis 17:00 Uhr werden wir gemeinsam den Status Quo in Österreich diskutieren und mögliche Pilotprojekte erarbeiten die als Folgeprojekt in Betracht gezogen werden könnten.

Die Veranstaltung findet am Montag, den 26. August in Wien statt.

Veranstaltungsort: 
ARGE Sozialpädagogik
Schloßhofer Straße 4/6/3
1210 Wien

Alle weiteren Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierte, findet auf Deutsch statt und ist kostenlos.
Alle TeilnehmerInnen erhalten die vollständigen Trainingsunterlagen.

Bitte um Anmeldung bis zum 19. August unter diesem Link.

Für etwaige Fragen wenden Sie sich bitte per Mail an: officeⒶfice.at

08.08.2019


Neue Weiterbildung Schul_Sozialpädagogik

Am 8. November 2019 startet unser neuer Weiterbildungslehrgang „Schul_Sozialpädagogik. Ausbildung für das sozialpädagogische Berufsfeld in Schulen“.

Schulsozialpädagogik unterstützt Schule und deren Beteiligte in der Lern- und Lehrsituation sowie der Sozialisation mit pädagogischen, sozialpädagogischen und ganzheitlichen Methoden und Zugängen: Schulsozialpädagogik beschäftigt sich mit SchülerInnen und deren Themen (im Unterricht und ihrer Lebenswelt), der Begleitung der PädagogInnen im Unterricht sowie der Begleitung in der Elternarbeit bzw. Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten.

Gerne laden wir Sie zu unseren Info-Abenden ein:

- 12. September 2019
- 10. Oktober 2019
Uhrzeit: 18:00 - ca. 19:30 Uhr
Ort: Kolleg für Sozialpädagogik, Schloßhofer Straße 4/6/3, 1210 Wien

Wir ersuchen bei Interesse um Anmeldung zu einem Termin per e-mail, vielen Dank!

Genauere Angaben zu den Inhalten, dem Umfang und den Kosten finden Sie hier unter Fortbildungen.

17.06.2019


Das Kolleg auf der Best-Messe 2019

Unser Kolleg ist vom 7. - 10. März 2019 gemeinsam mit der ARGE Bildungsmanagement auf der BeSt-Messe in Wien. Gerne können Sie den Stand der ARGE besuchen kommen oder am Vortrag von Dir.in DSA.in Valerie Pichler-Rückert "Sozialpädagogik – Leben mit Menschen als Beruf" (7.3.2019 um 14:40 Uhr im Vortragssaal 2)  teilnehmen!

Standort: W-37, Halle D im Erdgeschoß

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

04.03.2019


Jour Fixe II am Kolleg für Sozialpädagogik

Am Dienstag, den 5. März 2019 findet ab 17:30 Uhr der nächste Jour Fixe - Termin am Kolleg statt. Dazu laden wir Sie herzlich ein!

Unser Anliegen ist, Sie mit relevanten Einrichtungen im sozialpädagogischen Arbeitsfeld zu vernetzen. Folgende Institutionen stellen ihre Arbeit im sozialpädagogischen Bereich vor und beantworten Fragen z.B. zur Möglichkeit von Praktikumsplätzen:

• Verein Oase
• Wiener Jugenderholung
• Sozialwerke Clara Fey
• Volkshilfe Wien

Überblick:

17:30 – 18:00 Uhr: Mag. Walter Eichmann, Verein Oase

Der Verein „Oase - Verein zur Unterbringung und Betreuung entwicklungsgefährdeter Kinder und Jugendlicher“ betreibt in Wien mehrere verschiedene sozialpädagogische Betreuungsangebote im stationären Bereich. Die pädagogischen Zielvorstellungen beziehen sich auf die Erreichung einer größtmöglichen Mündigkeit, worunter die entwickelte Fähigkeit zum selbstständigen und besonnenen Handeln sowie zum Verantworten dieses Handelns verstanden wird. Auf die reale Lebenssituation bezogen bedeutet dies, unsere Interventionen so zu setzen, dass unser Klientel (damit ist neben den Minderjährigen auch das jeweilige Familiensystem gemeint) sich möglichst von unserer Hilfe emanzipieren kann.

18:00 – 18:30 Uhr: Karin Lammel, Wiener Jugenderholung

Die „Wiener Jugenderholung“ bietet Wiener Kindern im Alter von 7 bis 14 Jahren eine günstige betreute Urlaubsmöglichkeit. Ebenso bestehen Angebote für Familienurlaub und für Pflegefamilien. Die Kosten werden größtenteils von der MA11 übernommen. Für Studierende des Kollegs bietet die Urlaubsbetreuung der WiJu eine hervorragende Praktikumsmöglichkeit.

18:30 – 19:00 Uhr: Christoph Stressler BA, Sozialwerke Clara Fey

In unseren Wohngemeinschaften, der Mobilen Wohnbegleitung und der Inklusiven Wohngemeinschaft werden Jugendliche und junge Erwachsene auf ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben vorbereitet. Darüber hinaus betreiben die Sozialwerke Clara Fey mehrere heilpädagogische Hortgruppen und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche. Die Basis unseres Handelns beruht auf christlicher Ethik. Dies implementiert die Achtung vor dem Menschen und seiner Einzigartigkeit. Unser Handeln ist geprägt von Toleranz und Akzeptanz anderer Meinungen und Weltanschauungen sowie der Unantastbarkeit der Würde des Menschen. Wir anerkennen das Recht der Menschen auf Selbstbestimmung und Chancengleichheit.

19:00 – 19:30 Uhr: Mag.a Tatjana Bernhard und DSP Susanne Haslinger, Volkshilfe Wien

Mit rund 1.700 MitarbeiterInnen ist die Volkshilfe Wien einer der großen Trägervereine im Sozialbereich der Stadt. Unter anderem umfasst das Angebot 11 sozialpädagogische Wohngemeinschaften sowie weitere Einrichtungen im Bereich des Betreuten Wohnens (BeWo). Die Volkshilfe Wien stellt ganzjährig Praktikumsplätze im sozialpädagogischen Bereich zur Verfügung.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

1.3.2019


Diplomierung unseres Kolleg 35

Am Mittwoch, den 16. Jänner 2019 wurde an unserem Kolleg die Klasse K35 feierlich diplomiert (Bild: Jubiläumsfest 2017). Studierende und Angehörige wurden anhand einer Fotopräsentation durch die vergangenen drei Ausbildungsjahre geführt und konnten mit Sekt und Brötchen den erfolgreichen Abschluss gebührend feiern.

4.2.2019


Kochen in der „Gruft“

Am 17. Dezember 2018 organisierte die Kollegklasse 36 ein Essen für Bedürftige in der Obdachloseneinrichtung „Gruft“. Wir danken der Firma Radatz – Wiener Fleischermeister für die freundliche Unterstützung!

1.2.2019


Workshop "Gefühle unter dem Mikroskop und im Hirnscanner”

Am 03. April 2019 von 18:15 bis 20:45 Uhr findet im Rahmen des Didaktik-Unterrichts bei Peter Sarto ein Workshop zum Thema “Gefühle unter dem Mikroskop und im Hirnscanner” statt.

Die Neurobiologin Isabella Sarto‐Jackson ist zu diesem Zweck im Kolleg zu Besuch.

Der Workshop gliedert sich in 3 Teile, die jeweils mit einem Impulsreferat eingeleitet werden. Nach jedem Vortrag gibt es eine intensive Diskussionsrunde um praxisrelevante Beispiele zu erörtern und mit “Neuro-Mythen” (pseudowissenschaftlichen Missverständnissen) aufzuräumen.

  1. „Wie Erinnerungen entstehen”
  2. „Angeboren oder Erlernt“
  3. „Das soziale Gehirn“

23.1.2019


Informationsabend Hochschullehrgang „AkademischeR, PädagogischeR SozialtherapeutIn“

Ab März 2019 kann erstmals der Hochschullehrgang „AkademischeR, PädagogischeR SozialtherapeutIn“ in Wien als Weiterbildung besucht werden. Alle Informationen hierzu finden Sie unter: www. i-fam.at / www.ph-ooe.at/bildungbindet_2019

Info-Abend: Mo, 18. Februar 2019, 18.00 Uhr (Achtung, neuer Termin!)
ORT: ARGE Sozialpädagogik - 1210 Wien,  Schloßhoferstr. 4/Stiege 6/ 3. Stock

Die Teilnahme ist kostenlos – um Anmeldung wird gebeten, vielen Dank!

Ihr ARGE-Team

22.1.2019


Fachtag – Bildung bindet!

Folgende Fachtagung mit Prof. Henri Julius findet am 30.1.2019 und 31.1.2019 in Wien, ARGE Sozialpädagogik statt!

Gemeinsam heilsam werden! Die Ursache und Wirkung von Bindung. Ein Workshop für Profis in der Kinder- und Jugendhilfe.

Prof. Henri Julius geht auf die Bedeutung der Eltern-Kind Bindung für die psychosoziale, emotionale und kognitive Entwicklung des Kindes ein und stellt die Effekte bzw. Symptomatiken einer gestörten Eltern-Kind Bindung dar. Vor allem wird der Frage nachgegangen, wie eine professionelle Beziehung im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe heilsam wirken kann, ohne dabei die primäre Bindungsfigur zu vernachlässigen.

Am Beispiel der Lebensraum Heidlmair GmbH, die seit ca. 10 Jahren nach dem CARE-Programm arbeitet, vermittelt Henri Julius praxisnah die evidenten Erfolge bindungsgeleiteter Interventionen sowohl im stationären als auch im mobilen Verantwortungsbereich der Kinder- und Jugendhilfe.

Wir freuen uns auf zwei spannende, informative Tage!
Ihr ARGE-Team

22.01.2019


Jour Fixe I am Kolleg für Sozialpädagogik

Am Mittwoch, den 12. Dezember 2018 ab 17:30 Uhr findet ein Jour Fixe - Termin am Kolleg statt. Dazu laden wir Sie herzlich ein!

Unser Anliegen ist, Sie mit relevanten Einrichtungen im sozialpädagogischen Arbeitsfeld zu vernetzen! Dieser Abend gibt einen Überblick für Ihre sozialpädagogische Arbeit und den damit verbundenen rechtlichen und ethischen Fragestellungen.

Folgende Institutionen stellen ihre Arbeit im sozialpädagogischen Bereich vor und beantworten Fragen:

  • Magistratsabteilung 11 der Stadt Wien (MA11)
  • Ombudsstelle der Kinder- und Jugendanwaltschaft (KiJA) sowie
  • Opcat der Volksanwaltschaft

Überblick:

17:30 – 18:30 Uhr: Mag.a Sabine Pikerle, Magistratsabteilung 11 der Stadt Wien

Die Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA11) schützt Kinder und unterstützt Familien dabei, Kindern ein gewaltfreies und kindgerechtes Aufwachsen zu ermöglichen. Die MA11 ist im sozialpädagogischen Bereich der größte Arbeitgeber in Österreich und betreibt u.a. Krisenzentren und Wohngemeinschaften. Einrichtungen der MA11 bieten zudem zahlreiche Möglichkeiten für Praktikumsplätze an.

18:30 – 19:00 Uhr: Mag.a Caroline Paar, OPCAT-Besuche der Volksanwaltschaft

Die Volksanwaltschaft ist seit dem 1. Juli 2012 für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte in der Republik Österreich zuständig. Gemeinsam mit sechs regionalen Kommissionen werden Einrichtungen kontrolliert, in denen es zum Entzug oder zur Einschränkung der persönlichen Freiheit kommt oder kommen kann, etwa in Justizanstalten, Pflegeheimen oder auch sozialpädagogischen Einrichtungen. Die Kontrolle erstreckt sich zudem auf Einrichtungen und Programme für Menschen mit Behinderungen. Neben der präventiven Kontrolle kann sich jeder Mensch ausdrücklich bei der Volksanwaltschaft wegen behaupteter Verletzung der Menschenrechte beschweren. Diese Einrichtung ist für Sozialpädagoinnen und –pädagogen ein wichtiger Ansprechpartner.

19:00 – 19:30 Uhr: Peter Sarto, Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien

Die unabhängige Ombudsstelle in Wien: ein entscheidender Schritt, um Kinder und Jugendliche in sozialpädagogischen Einrichtungen besser zu schützen. Seit 1. März 2012 steht Kindern und Jugendlichen, die in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften in Wien leben, eine externe und unabhängige Vertrauensperson zur Verfügung. Der Sozialpädagoge Peter Sarto hat seine Arbeit als Ombudsmann aufgenommen und unterstützt seither das Team der Wiener Kinder- und Jugendanwaltschaft (KJA). Diese Einrichtung ist für Sozialpädagoinnen und –pädagogen ein wichtiger Ansprechpartner.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und Rückmeldungen!

Um Anmeldung wird gebeten - ein kurzes Mail an office@sozialpaedagogik.at genügt!

16.11.2018


Herbstliche Deko im Kolleg für Sozialpädagogik

Vielen Dank an das Kolleg 39 für dieses Meisterwerk, welches nun den Aufenthaltsbereich in unserer großen Gemeinschaftsküche ziert!

12.11.2018


Brennpunktschule? Eine Haltungsfrage

Ein Kommentar von Martin Schenk
Quelle: derstandart.at

Die Schüler können nichts, die Eltern sind blöd – daran krankt die Debatte in Österreich. Wer an der Oaklands School in einer der ärmsten Gegenden Englands lehrt, muss den Kindern alles an Leistung zutrauen - derstandard.at/2000089561271/Brennpunkt-Schule-Eine-Haltungsfrage

Ein kalter Wind bläst mir entgegen, als ich von der Londoner U-Bahn-Station auf die Straßen von Tower Hamlets trete. Es ist ein frischer Tag im Frühjahr dieses Jahres, das Leben auf den Straßen ist schon zeitig am Morgen geschäftig und laut. Ich biege in die Seitenstraße ein und suche den Eingang einer Schule. Tower Hamlets gehört zu den ärmsten Gegenden Englands. Der Ruf ist nicht der beste. Die Sonne blinzelt erstmals ein wenig durch die graue Wolkendecke. Am Tor der Oaklands School begrüßt mich eine Schar von Kindern und führt mich in den großen Saal, wo die Morgeneinheit für alle beginnt.

Was an diesen Schulen in Tower Hamlets auffällt: Sie bringen in schwierigen Verhältnissen gute Ergebnisse. Das heißt, dass die Kinder viel können, in Bildungsvergleichen gut abschneiden und höhere Abschlüsse machen.

Das war nicht immer so. Eine große Schulreform, genannt "London Challenge", die in den 2000er-Jahren in der britischen Hauptstadt lief, verbesserte die Leistungen der Schüler und Schülerinnen massiv. Von der Region mit den schlechtesten Leistungen der Elf- bis 16-Jährigen ist London zu der mit den besten Ergebnissen geworden.

Nicht unterkriegen lassen

Ein Tag in der Oaklands School macht klar, was dafür den Ausschlag gibt. Ganz groß ist das Ziel, Kinder nicht zu beschämen. Zentral im Unterricht ist, Leistung und Gerechtigkeit zu verknüpfen. Die Eltern werden offensiv einbezogen. Lehrende bilden Teams, sollen keine Einzelkämpfer sein. Es gibt intensiv gestaltete Fachräume. Und: Kunst und Theater werden als Lernort für Selbstbewusstsein außergewöhnlich stark betont. Die Lehrer erzählen mir, warum: Performing Arts bieten die Möglichkeit, Rollen auszuprobieren, sich zu behaupten, Rhetorik zu lernen, souveräner sich und eine gemeinsame Sache zu vertreten. Das brauchen die Kinder hier besonders.

Am auffallendsten ist die durchgehende Haltung: "Lass dich nicht unterkriegen. Wir trauen dir zu, dass du viel kannst." Diese Haltung gegenüber den Kindern atmen das ganze Schulgebäude und seine Pädagogen. Das ist alles andere als selbstverständlich, wenn wir die aktuelle Debatte hierzulande ins Auge fassen. Die geht oft so: Die Schüler können nichts, auch die Eltern sind blöd, machen kann man dann eigentlich eh nichts – außer am liebsten Schüler und Eltern austauschen.

Ohne hohe Erwartungen geht's nicht

Die Schuldirektorin in Tower Hamlets kennt diese Haltungsfalle. Da rauszukommen stand im Zentrum der Schulreform. Wer hier lehrt, muss Kindern alles an Leistung zutrauen. Wer hier arbeitet, darf seine Erwartungen und die der Schüler nicht selbst begrenzen. Hohe Erwartungen sind ganz wichtig. In alle Richtungen. Auch an den Spirit der Lehrkräfte: "We are not doing it because it's easy, we're doing it because it's hard." Wir haben jede Schule aufgefordert, drei Punkte zu nennen, in denen sie wirklich gut ist – gut genug, um andere einzuladen, sagen die Londoner Schulrefomer. Wenn man das weiß, kann eine Schule, die bei einer Sache Probleme hat, davon lernen. Dabei müsse man auch die Tradition brechen, dass jeder Lehrer für sich alleine kämpft. Hier braucht es Unterstützung und Ressourcen für die Pädagogen.

Und in Österreich?

Die aktuellen Pläne in Österreich gehen da ja in die falsche Richtung: Kürzung von Unterstützung, Auslese, weniger Ganztagsschulen, Integrationsmaßnahmen werden zurückgefahren, kompensatorische Maßnahmen fehlen fast zur Gänze im Regierungsabkommen. Johann Bacher, Professor an der Uni Linz, nennt drei Faktoren, die eine Rolle spielen. Erstens: Das österreichische Schulsystem delegiert sehr viele Aufgaben an die Eltern, gerade die Bildungsaufgaben. Daher hängt viel davon ab, ob die Eltern unterstützen können oder nicht. In der Soziologie wird das als "primärer Schichteffekt" bezeichnet. Zweitens: Selektion. Österreich trennt die Kinder zu früh. Je früher die Trennung, desto weniger spielt der Leistungseffekt eine Rolle, desto stärker wirkt der soziale Hintergrund bei der Bildungsentscheidung. Dies wird als "sekundärer Schichteffekt" bezeichnet. Und drittens: die soziale Zusammensetzung in der Schule. Schulen in ärmeren Vierteln mit Arbeitslosigkeit oder niedrigerem Status wirken sich ungünstig auf die Bildungschancen der Kinder aus. Das nennt man "sozialen Kontexteffekt".

Was steht im Mittelpunkt?

Brennpunktschule sagt man jetzt. Wahrscheinlich, weil das was Heißes ist, im Brennpunkt einer Linse bündeln sich die Lichtstrahlen auf einen Punkt, der etwas zum Brennen bringen kann. Brennpunkt ist aber auch die Grenze, an der sich Gase, Festkörper oder Flüssigkeiten entzünden lassen und von selbst weiterbrennen, also so was wie ein Flammpunkt. Nach dem Besuch in der Oakland-Schule würde ich das mit dem Brennpunkt neu sehen: Es geht in diesen Schulen um die Frage, was im Mittelpunkt zu stehen hat. Im Fokus. Im Brennpunkt steht die Haltungsfrage.

Die Schuldirektorin in Tower Hamlets hat auf ihrem Türschild als Bezeichnung übrigens "Head Learner" stehen, also "Oberlernende" – und das ist mehr als ein Witz. (Martin Schenk, 18.10.2018)

Martin Schenk ist Sozialexperte der Diakonie, Mitbegründer der Armutskonferenz und Psychologe. Aktuelle Publikation: "Genug gejammert" (Am-Puls-Verlag).


18.10.2018


Start von 3 Lehrgangsklassen im Herbst 2018

Auch diesen Herbst können wir wieder mit drei neuen Lehrgangsklassen starten. Wir können somit 70 Ausbildungsplätze für den sozialpädagogischen Bereich anbieten und begrüßen unsere neuen Studierenden herzlichst!

3.9.2018


Sommerpause 2018

Der Sommer ist da! Wir wünschen euch erholsame Tage und möchten uns bei allen für die tolle Zusammenarbeit bedanken.

Auch wir gönnen uns nun eine Auszeit.

Verkürzte Öffnungszeit vom 30. Juli bis 03. August: 09 – 14 Uhr
Vom 06. August bis 17. August haben wir geschlossen!
Ab 20. August sind wir dann wieder für Euch da.

Liebe Grüße,
Euer ARGE-Sozialpädagogik-Team


26.07.2018


Umzug in neue Räumlichkeiten

Es ist nun endlich soweit: Wir sind übersiedelt!

Mit Freude verkünden wir den lang ersehnten Umzug der Räumlichkeiten von Stiege 1/5. Stock auf die Stiege 6/3. Stock. Die neuen Räume sind die Vergrößerung unserer bisherigen Räumlichkeiten auf Stiege 6/3. Stock. Es hängt nun somit alles auf einem großen Stockwerk zusammen. Die drei zusätzlichen Seminarräume sind allesamt groß, hell und durch die Lage zur Hof-Innenseite auch angenehm ruhig.

Zusätzlich zum neuen gemütlichen Aufenthaltsbereich haben wir nun auch eine große Küche inklusive Essbereich.

Fotos der neuen Räumlichkeiten finden Sie in unserer Bildergalerie. Schauen Sie sich um!


07.06.2018

Kontakt und Beratung


Kolleg für Sozialpädagogik
Schloßhofer Straße 4/6/3, 1210 Wien
Tel.: +43(0)1 2699600
Mail: officeⒶsozialpaedagogik.at
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