Fortbildungsseminare Sommersemester

Dauer pro Seminar: 15 Stunden
Seminarzeiten: Samstag 9:00 - 18:30, Sonntag 9:00 - 13:00 Uhr
Ort: Kolleg für Sozialpädagogik, Schlosshoferstraße 4/6/3, 1210 Wien
Teilnehmer*innenanzahl: max. 24 Personen
Kosten: 230.- Euro (Absolvent*innen der ARGE für Sozialpädagogik und der ARGE Bildungsmanagement bezahlen 140.- Euro)

Anmeldeblatt als PDF
Flyer zur Seminarübersicht 2025/26

Information und Anmeldung: office@sozialpaedagogik.at / Tel.: +43-(0)1-2699600

Anmeldeschluss für die Seminare ist jeweils drei Wochen vor Seminarbeginn vorbehaltlich freier Plätze im Seminar.

Seminare am 14. - 15. Februar 2026

Dieses Seminar umfasst folgende Bereiche:

  • Sexuell misshandelnde Familien
  • Sexualisierte Gewalt
  • Inzestdynamiken
  • Täter und Täterinnenstrategien
  • Sexuelle Gewalt in Institutionen
  • Verdachtsstufen bei sexuellem Missbrauch
  • Fallbeispiele aus der Praxis
  • Erarbeitung eines Kurzkonzeptes als Präventionsprogramm gegen sexuelle Übergriffe innerhalb von Gruppen

Peter Sarto
Sozialpädagoge, Erlebnispädagoge, Ombudsmann der Kinder und Jugendanwaltschaft, Coach für NEUE AUTORITÄT, Koch. Seit vielen Jahren in Vortrags- und Schulungstätigkeit von MitarbeiterInnen der Stadt Wien zu Gruppendynamik. Zuvor viele Jahre in Unterbringungseinrichtungen und  als Erlebnispädagoge der Stadt Wien. Betreuung (Krisenabklärung) von Minderjährigen in Krisenzentren, Einzelbetreuung von Jugendlichen. Aus- und Weiterbildungen bei Drin. M.L. Conen und Drin. Richter-Unger über Missbrauchsdynamiken und Missbrauch in Institutionen. www.kija.at

Wer sicher gebunden ist, kann sich besser fallen lassen auf seinem Lebensweg. Die Sicherheit zu wissen, dass es so ist, ermöglicht erst dem Menschen Mut fürs Leben,  Freude auf etwas Neues und Toleranz um Fehler zu machen. Diese sicheren Bindungen führen zu einer stabilen Persönlichkeitsentwicklung und infolge dessen zu einem Leben mit dem Wissen akzeptiert und dazugehörig zu sein. Dies erzeugt die Erfüllung von Grundbedürfnissen des Menschen: Die Zugehörigkeit, in dem man es selbst zulässt, ein Teil vom Ganzen zu sein und die Autonomie: Das Bewusstsein, frei in Entscheidungen und in der eigenen Lebensbewältigung zu sein.

Was ist, wenn Sicherheit überhaupt nicht vorhanden ist? Was heißt das für einen Menschen? Unsicher den Lebensweg weiter führen zu müssen, als ob ein Teil des Flügels, den man fürs Fliegen benötigt, überhaupt zerrissen ist?

Dieses Seminar beschäftigt sich zunächst mit der Bindungstheorie und mit den Handlungsmöglichkeiten im sozialpädagogischen Bereich für die Fachkraft. Die methodische Herangehensweisen für eine feinfühlige  Pädagogik, welche stabile Beziehungsangebote vermittelt und eine sichere, produktive und vor allem partizipative Beziehung zwischen Fachkraft und Kind ermöglicht. Besonders berücksichtigt werden dabei auch unsicher gebundene Kinder, die auf heilsame, gesunde und sichere Bindungsangebote in den Einrichtungen angewiesen sind.

Güler Ay, MA
Diplomierte Sozialpädagogin, systemischer Coach und Beraterin, Kursleiterin in Volkshochschulen in Wien und Niederösterreich, zertifizierte Datenschutzexpertin;  Ehrenamtliche Bewährungshelferin; langjährige Berufs- und Leitungserfahrung in den stationären und ambulanten sozialpädagogischen Bereich; freiberuflich tätig im Bereich Coaching und Beratung.

Der Begriff Trauma begegnet uns nicht nur in der Fachliteratur und der Arbeit mit potentiell traumatisierten Klient*innen, er findet zunehmend auch Einzug in gesellschaftspolitische Diskurse, wird auf Social Media verwendet und vermarktet und schleicht sich so immer mehr in unseren alltäglichen Sprachgebrauch ein. Auch verwandte Begriffe wie Trigger oder Flashback werden zunehmend mit einer gewissen Unschärfe gebraucht.

Als Sozialpädagog*innen sollte es uns möglich sein, eine fachlich korrekte Terminologie in Bezug auf Traumatisierungen anzuwenden, in weiterer Folge ein traumasensibles Fallverständnis zu entwickeln, nach Möglichkeit traumasensible Konzepte in unserem Arbeitsumfeld zu etablieren und Kenntnisse über traumaspezifische Interventionen zur Anwendung zu bringen.

Das Seminar soll hier einen Bezugspunkt zu den Themen Trauma, Traumasensibilität und traumasensible Gesprächsführung schaffen und vorhandenes Wissen vertiefen, Interventionen anhand von Fallbeispielen und Übungen praxisnah vermitteln und spezifische traumasensible Handlungskonzepte vorstellen.

Inhalt:

  • Grundlagen und Grundbegriffe der Psychotraumatologie
  • Krise vs. Trauma
  • Neurobiologie des Traumas
  • Traumatische Ereignisse, Traumaprozess, posttraumatische Symptome und Reifung
  • Posttraumatische Dissoziation
  • Einfache und komplexe Traumatisierungen (Typ 1 und Typ 2 Trauma), Bindungstrauma
  • Shattered Assumptions
  • Trauma-informed Care: Traumasensibilität und traumasensible Beratung und Gesprächsführung in der Sozialpädagogik
  • Beratungshaltung, Beziehungsarbeit und Kommunikation mit traumatisierten Klient*innen
  • Trauma- und Ressourcenanamnese
  • Traumaspezifische Interventionen
  • Selbstfürsorge und sekundäre Traumatisierung

Paul Donnerbauer
Diplomierter Sozialpädagoge, DBT-Skillstrainer, Gruppenpsychoanalytischer Team- und Organisationsentwickler in Ausbildung, Traumapädagoge in Ausbildung, Tauchlehrer für Sport-, Inklusions- und Handicaptauchen; arbeitet in der stationären Betreuung von Jugendlichen mit psychiatrischen Diagnosen in Wien (JWG Festland GmbH); www.donnerbauer-paul.at

Kunsttherapie ist ein eigenständiges Therapieverfahren im sozial-präventiven und rehabilitativen, im klinisch-psychologischen sowie im psychotherapeutischen Bereich.

Sie nutzt kreative Prozesse und Kunstmaterialien, um das emotionale, psychologische und physische Wohlbefinden von Menschen zu verbessern. Kunsttherapeut*innen arbeiten mit Menschen aller Altersgruppen und mit einer Vielzahl von psychischen und körperlichen Erkrankungen.

In einer Kunsttherapie-Einheit wird den Teilnehmenden in der Regel eine Auswahl an Materialien wie Farben, Ton, Papier und Collage-Elementen zur Verfügung gestellt, um ein Werk zu schaffen. Dieser Prozess kann dabei helfen, dass die Teilnehmer*innen Gefühle und Emotionen ausdrücken und verarbeiten, die in Worten schwer zu fassen sind. Das Produkt ist sekundär. Im Vordergrund steht der therapeutische Prozess. Ästhetik und Können spielen keine Rolle.

Kunsttherapeutische Methoden im sozialpädagogischen Rahmen können dazu beitragen, dass sich Sozialpädagog*in und Klient*in bzw. Gruppenmitglieder kennenlernen, Vertrauen aufbauen und in Beziehung treten. Soziale Fähigkeiten (wie beispielsweise Zuhören, Feedback geben, Kompromisse finden, Konflikte ansprechen) können im kunsttherapeutischen Rahmen in einem sicheren und unterstützenden Umfeld aktiviert, geübt und darüber verbessert werden.

Kunsttherapeutische Aktivitäten stärken Gruppengefühl und Zusammengehörigkeit und unterstützen Einzelne dabei sich als Teil einer Gruppe zu fühlen. Die Entdeckung und das Nutzen der eigenen kreativen Fähigkeiten stärken darüber hinaus das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.

Schwerpunkte des Seminars:

  • Künstlerische Selbsterfahrung.
  • Bild- und Materialkunde.
  • Reflexion der Möglichkeiten der sozialpädagogischen Beziehungsgestaltung über künstlerisches Tun.
  • kunsttherapeutische Praktiken im sozialpädagogischen Alltag

Für dieses Seminar sind keine künstlerischen Vorkenntnisse oder besondere Begabungen notwendig!

Mag.a Andrea Streit
Sozialpädagogin, Theater-, Film- und Medienwissenschafterin, Kunsttherapeutin i.A.u.S. Seit 1996 als Sozialpädagogin in Vertragseinrichtungen, Wohngemeinschaften und Krisenzentren der WKJH tätig. Seit März 2023 im Familienzentrum 12.

Mag.a. Barbara Weber
Sozialpädagogin, Kunstvermittlerin, Kunsttherapeutin i.A.u.S. Gründerin von KLeKs- Atelier für Kunstthearpie und Lerntherapie, www.kleks.at. Sozialpädagogin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Floridsdorf.

Seminare am 7. - 8. März 2026

Kinder psychisch erkrankter Eltern stehen im Laufe ihrer Entwicklung vor besonderen Herausforderungen. Sie sind konfrontiert mit Gefühlen wie Scham, Schuld‚ Angst und immer wieder mit großer Einsamkeit. Die Tabuisierung verstärkt diese Situation noch. Viele Kinder wollen ihre Eltern unterstützen, stellen ihre Bedürfnisse in den Hintergrund und übernehmen früh Verantwortung für sie.

Wie man auf die Gruppe der betroffenen Kinder aufmerksam werden kann und was man ihnen zur Unterstützung anbieten kann, möchten wir in diesem Seminar näher beleuchten.

  • Was erleben Kinder ab dem Vorschulalter und Jugendliche in einer solchen Situation? Beispiele zu unterschiedlichen Erkrankungen und Familiensituationen bis ins junge Erwachsenenalter hinein
  • Was brauchen betroffene Kinder, Jugendliche und ihre Familien? Fallbeispiele aus der Praxis
  • Wie kann die Kooperation zwischen betroffenen Kindern, Institutionen und Angehörigen gelingen?
  • Was kann im Rahmen des Projekts dazu angeboten werden?

Wir wollen diese Aspekte durch Vorträge, Gruppenarbeit, Filme und einem Erfahrungsbericht einer/einem betroffenen Angehörigen vertiefen. Darüber hinaus wird es die Möglichkeit geben, Familiengeschichten aus der Praxis der TeilnehmerInnen zu diskutieren.

Mag.a Vera Baubin
Sozialpädagogin und Sonder- und Heilpädagogin, langjährige Beraterin der Familienberatungsstelle HPE, zertifizierte Online-Beraterin, Mitbegründerin des Projektes „VeRRückte Kindheit“ - Kinder psychisch erkrankter Eltern in Wien

Ariane Hötzer, MSc
Peer Beraterin bei „Verrückte Kindheit“

Der Reiz triggert eine von der Stressachse [Hypothalamus–Hypophyse–Nebennieren] ausgelöste, automatisch ablaufende Reizantwort, die das autonome Nervensystem aktiviert. Diese physiologische Reizantwort ist eine evolutionär konservierte Reaktion, die ihren Ursprung in der Sicherung unseres Überlebens hatte.

Aus neurobiologischer Sicht lässt sich das vereinfacht wie folgt erklären:  Traumata sind eine Form der Angstkonditionierung, die über die Amygdala vermittelt wird (die Amygdala ist eine Gehirnregion, die die “Stärke” von Gedächtnisinhalten emotionaler Ereignisse kodiert, d.h. sie kennzeichnet wie wichtig einzelne Erfahrungen für das eigene Überleben sind.) Die Amygdala ihrerseits sendet neuronale Impulse an das Stammhirn  ein archaisches, auf unser Überleben gepoltes Hirnareal, das blitzschnell die Entscheidungsgewalt übernimmt indem es die autonomen Funktionen des Körpers – wie Atmung und Kreislauf – der Stresssituation anpasst. Darüber hinaus sendet die Amygdala Nervenimpulse an Hypothalamus im Zwischenhirn, der die Hochregulation von Stresshormonen (z.B. Cortisol, Adrenalin, etc.) verursacht. Bei traumatisierten Menschen geschieht das scheinbar ohne Anlass (weil diese physiologische Stressantwort von konditionierten Stimuli getriggert wird, die oft nicht einmal der Person selbst bewusst sind, z.B. bestimmte Geräusche, Gerüche oder visuelle Reize, die der ursprünglichen Trauma-auslösenden Situation ähneln) und das bringt Betreuungspersonen in größte Not.

Inhalt:

Bei diesem Wahlseminar geht es um Prävention, Früherkennung und Einschätzung von Gruppendynamik und Techniken der Neuen Autorität. Zahlreiche Fall- und Praxisbeispiele, verbale und non verbale Methoden sollen eine Weiterentwicklung des eigenen Verhaltensrepertoires ermöglichen. Der Ansatz lautet: „Ich kann dich nicht verändern, aber mein Werkzeug erweitern und mich sogar in scheinbar ausweglosen Situationen umcodieren.“

Schwer traumatisierte Menschen berühren immer unsere eigenen Verletzungen und das bewirkt in vielen Fällen ein konfliktreiches Zusammenleben, das die gesamte Entwicklung der betreuten Kinder und Jugendlichen negativ beeinflusst. Gute Arbeitsprozesse und Beziehungsqualität gehen dadurch verloren, Potentiale können nicht entfaltet werden.

Letztendlich geht es um Techniken des zugewandten Vertrauensaufbaus. Dadurch entwickelt sich die Fähigkeit zur Bindung, wenn die Bezugsperson Gefühle erkennt,  richtig interpretiert, angemessen und zeitnah darauf reagiert und diese der betroffen Person „übersetzt“. Auf diese Weise kann eine heilsame Beziehung entstehen. Nur wenn die Gefühle wahrgenommen, erkannt und richtig interpretiert werden, können sie gesteuert werden.

  • Theorie und Praxis
  • Risikoeinschätzung bei aggressiven Verhalten
  • Neue  Autorität
  • Präsenz und Resonanz
  • Role models
  • Anwendungswissen und Selbstschutztechniken
  • Erfassung von Aggressionsereignissen
  • Konfliktlandschaften
  • Stressverarbeitung (biografisch, episodisch, narrativ)

Peter Sarto
Sozialpädagoge, Erlebnispädagoge, Ombudsmann der Kinder und Jugendanwaltschaft, Coach für NEUE AUTORITÄT, Koch. Seit vielen Jahren in Vortrags- und Schulungstätigkeit von MitarbeiterInnen der Stadt Wien zu Gruppendynamik. Zuvor viele Jahre in Unterbringungseinrichtungen und  als Erlebnispädagoge der Stadt Wien. Betreuung (Krisenabklärung) von Minderjährigen in Krisenzentren, Einzelbetreuung von Jugendlichen. Aus- und Weiterbildungen bei Drin. M.L. Conen und Drin. Richter-Unger über Missbrauchsdynamiken und Missbrauch in Institutionen. www.kija.at

In dem Seminar beschäftigen wir uns mit ausgewählten theoretischen Elementen der (Gruppen-)Psychoanalyse. Diese können helfen, bestimmte Dynamiken, die in der stationären sozialpädagogischen Arbeit in der Klient*innengruppe entstehen und auf Teamebene wirksam werden, besser zu erklären.

Ein grundlegendes Verständnis für Begriffe wie das Unbewusste, Gruppenmatrix, Übertragung und Gegenübertragung, Intersubjektivität, (Re-)Inszenierung und szenisches Verstehen kann dazu beitragen, den manifesten Inhalt von Beziehungsgeschehen in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften in seiner latenten Bedeutung zu interpretieren. Dieses Wissen kann zu einem besseren Verständnis psychodynamischer Prozesse führen und schließlich ermöglichen, (konfliktreiche) Teamdynamiken als Ressource für die Teamarbeit zu nutzen.

Wir werden uns dabei mit unterschiedlichen Führungsstilen und Teamrollen ebenso beschäftigten, mit Grundannahmen der Gruppendynamik und dem Phänomen der institutionellen Abwehr.

Paul Donnerbauer
Diplomierter Sozialpädagoge, DBT-Skillstrainer, Gruppenpsychoanalytischer Team- und Organisationsentwickler in Ausbildung, Betriebsrat, Tauchlehrer; arbeitet in der stationären Betreuung von Jugendlichen mit psychiatrischen Diagnosen in Wien (JWG Festland GmbH); www.donnerbauer-paul.at

Kreativität hilft uns, Ideen zu entwickeln und im Alltag und Beruf andere Richtungen einschlagen zu können. Doch was ist, wenn man sich als nicht kreativ empfindet? Manche Menschen sprudeln vor Ideen, doch andere tun sich schwer kreativ zu denken. In meinen Workshops zeige ich Zugänge und Methoden, um Kreativität fließen zu lassen. Wir holen spielerisch Fähigkeiten hervor, die dabei helfen, andere Wege einzuschlagen, wir lassen uns inspirieren. Kreativ sein kann jede*r!

Motivation zur Kreativität – Kreativität als Motivation

Auch im sozialpädagogischen Berufsfeld helfen uns Ideen Probleme zu lösen, zu vernetzen, Antworten zu geben, spannende Veranstaltungen zu organisieren, tolle Geschichten zu erzählen, Perspektiven zu wechseln, lustige Spiele für Groß und Klein zu entwickeln, zu unterhalten, Wissen zu vermitteln, Mathematik zu erklären, zu inspirieren und zu motivieren, Teambesprechungen zu beleben und gute Vorschläge zu machen. Kreativität hilft uns, in Entscheidungsfindungsphasen zu unterstützen, zu deeskalieren und um Freude und Alltag miteinander zu verknüpfen.

Mag.art Ulli Ornauer
Dipl. Sozialpädagogin, Musikerin, Grafikerin Studium Grafik & Werbung an der Universität für angewandte Kunst, Ausbildung zur Sozialpädagogin am ARGE Kolleg für Sozialpädagogik. Tätigkeiten im Bereich Grafik, Werbung und Eventorganisation in selbständiger und angestellter Form. Künstlerische Projekte wie „Coffee Painting“ und Zeichnen- & Kreativ-Workshops für Kinder und Erwachsene. Behindertenbetreuerin in Malgruppen bei bildBalance und Caritas. Singworkshopleiterin für Kinder und Erwachsene und Songwriterin.
www.ulliornauer.at

In diesem Seminar widmen wir uns der Clownerie und ihren Potentialen in der Begegnungsarbeit. Clownerie kann als Kunst des freudvollen Scheiterns betrachtet werden. Noch viel mehr jedoch ist Clownerie die Kunst, im Moment zu sein und mit sich selbst und mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, sich zu begegnen und zu berühren.

Mit Improvisation, Theaterspielen und Körperarbeit lernen wir unsere clownesken Anteile besser kennen und gehen in die Spielfreude. Wir explorieren wie ein clownesker und humorvoller Zugang Handlungsspielräume auch in komplexen und schwierigen Situationen im Miteinander (auch mit sich selbst) erweitern kann. Einige Möglichkeiten, die uns paradoxe Interventionen und Irritationen, zwei Themenfelder in der Clownerie, als erweiterten Handlungsspielraum bieten, werden wir in diesem Zusammenhang ebenfalls ausloten. Nicht nur das begegnen und miteinander sein, auch das sich abgrenzen können, wollen wir durch Methoden und Impulse aus der Clownerie stärken.

Clownerie bedeutet eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Emotionen. Um mit sich selbst, und weiterer Folge, auch mit anderen Menschen in Beziehung treten zu können, ist dies essentiell. Ein weiterer Baustein in diesem Seminar wird daher Emotionsarbeit sowie Achtsamkeits, Entspannungs- und Wahrnehmungsübungen sein.

Mit gemeinsamen Reflexionsrunden zur Übertragung auf die Tätigkeitsfelder der Teilnehmenden sowie Input zu Humortheorie und therapeutischer Wirkung von Clownkunst runden wir das Seminar ab. Und genug Zeit, um auch einfach ein bisschen zu blödeln, wird es ebenfalls geben.

Susa Siebel
ist Clownin, Zirkuspädagogin und Zirkusperformerin. Seit 2022 arbeitet sie als Spitalsclownin für die Roten Nasen in Wien. Leidenschaftlich gerne organisiert sie Kleinkunstevents und Zirkus im öffentlichen Raum. Bevor es sie hauptberuflich gänzlich in die künstlerische Arbeit zog, war sie an der Uni Wien im Bereich Internationale Entwicklung und Inklusive Pädagogik als Dozentin tätig. Mit ihrem sozialwissenschaftlichen Hintergrund verbindet sie ihre künstlerische Praxis mit gesellschaftspolitischen Themen.
www.kaudawelsch.at

Seminare am 21. - 22. März 2026

Ziel des Seminares ist es, ein Verständnis für Krankheitsbilder der Psychiatrie zu entwickeln und ihre Auswirkungen auf den betroffenen Menschen und seine Umgebung.

Die häufigsten Erkrankungen werden vorgestellt, insbesondere Angsterkrankungen, Depression, Abhängigkeitserkrankungen und Persönlichkeitsstörungen.

Auf aktuelle Fallbeispiele und Interessen der Studierenden wird sehr gerne eingegangen.

Dr. Wolfgang Pale
Arzt für Allgemeinmedizin, als solcher langjährige Arbeit in der Suchthilfe, Praxis für Psychotherapie, Supervision und Coaching

Die sozialpädagogische Arbeit bringt mit sich, mit sehr persönlichen Lebenssituationen konfrontiert zu werden, die uns erinnern, an uns, an unsere Familien oder Freunde, die uns in Beziehung treten lassen, die uns berühren oder erschüttern und unser persönliches Wertesystem in Frage stellen können. 

In diesem Zusammenhang fallen häufig die beiden Schlagworte Helfersyndrom oder Abgrenzung.
Beide Extreme ergeben auf den ersten Blick Sinn um in unserem fordernden Berufsfeld eine vermeintliche Handlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. 

Wir denken, es geht um das Dazwischen. Um die Pendelbewegung zwischen diesen Polen, die in ihren Extremen wenig hilfreich sind, für uns und auch die Menschen mit denen wir arbeiten. In unserem Seminar soll es daher um unsere professionelle Berührbarkeit gehen.

Unsere jahrelange Tätigkeit im kinder- und jugendpsychiatrischen Bereich und somit interdisziplinären Teams, hat uns erkennen lassen, dass Intuition und „Gespür“ wichtige Tools der sozialpädagogischen Arbeit sind. Allerdings wollen sie als solche erkannt und bewusst eingesetzt werden.

In diesem Sinne wollen wir gemeinsam mit viel Praxisbezug Haltungen und Rahmenbedingungen sowie Wichtigkeit und Möglichkeiten der Selbstfürsorge erarbeiten – eigene Fallbeispiele sind gerne willkommen!

Claudia Kozojed  
Studium FH soziale Arbeit , 10 Jahre Sozialpädagogin an der Kinder- und Jugendpsychiatrie AKH// stationärer Bereich, Mitarbeit am Aufbau der Tagesklinik, 2 Jahre Kursleiterin an der Young Actors Academy. Seit 4 Jahren in der psychiatrischen Ordination Alser Straße// Organisation, Clearing, Beratung und Begleitung von Eltern und Jugendlichen. Seit September 2022 in der Ausbildung zur Traumapädagogin, wundeRkinder
 
Nina Weghaupt
11 Jahre Kinder- und Jugendpsychiatrie, AKH//stationärer und teilstationärer Bereich. 3 Jahre Verein Wobes//Resozialisierungsprojekt für Maßnahmenstraftäter und straffällig gewordene Jugendliche. Seit 4 Jahren Psychiatrische Ordination//Organisation, Clearing, Beratung und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Eltern. Seit September 2022 Lehrgang Traumapädagogik, Verein Die Möwe

Dieses Wahlseminar bietet eine umfassende Einführung in das Thema Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) und stellt praxisnahe Methoden zur Förderung von Kommunikation und sozialer Interaktion vor. Ziel ist es, Fachkräften ein fundiertes Verständnis für die besonderen Herausforderungen und Stärken von autistischen Menschen zu vermitteln und sie mit konkreten Strategien für den pädagogischen Alltag auszustatten.

Psychotherapeutin und Pädagogin Katharina Matuschka sowie Logopädin und wissenschaftliche Mitarbeiterin Melanie Trojan geben in diesem Seminar einen Einblick in die Vielfalt des autistischen Erscheinungsbildes. Sie erläutern, wie sich Autismus im Alltag äußert, welche sozial-kommunikativen Besonderheiten es gibt und wie Fachkräfte unterstützend agieren können. Neben theoretischen Grundlagen werden evidenzbasierte Strategien vorgestellt, die auf die individuellen Bedürfnisse von autistischen Menschen abgestimmt sind. Ein besonderer Fokus liegt auf sozialpädagogischen, kommunikativen Ansätzen und Methoden, die helfen, Barrieren abzubauen und eine positive Interaktion zu fördern.

Durch Fallbeispiele, praxisnahe Übungen und den Austausch mit den Referentinnen erhalten die Teilnehmenden wertvolle Impulse für ihre berufliche Praxis. Das Seminar richtet sich an Sozialpädagog*innen, die Menschen mit Autismus in ihrem Alltag begleiten und unterstützen möchten.

Mag.a Katharina Matuschka

Melanie Trojan, BSc. MSc

Musik hören oder selber musizieren kann trösten, aktivieren, beruhigen, ablenken und unterstützen. Musik kann Einfluss auf unsere Gefühls- und Stimmungslage und auf unser Befinden haben. Musik zu zweit, zu dritt oder in einer Gruppe eröffnet neue Möglichkeiten der Beziehungsgestaltung. Musik kann eine kommunikative Brücke sein - jenseits des gesprochenen Wortes. Es können Stimmungen und Befindlichkeiten ausgedrückt, geteilt und aus einer anderen Perspektive erlebt werden.

Kennenlernen verschiedener Einsatz-Möglichkeiten von Musik bei unterschiedlichen Zielgruppen mit dem Fokus auf Kommunikation, Kontakt- und Beziehungsgestaltung in der Gruppe und im Einzelkontakt. Das Seminar bietet dabei einen hohen Selbsterfahrungsanteil.

Für dieses Seminar sind keine musikalischen Vorkenntnisse oder Kenntnisse eines Instruments notwendig!

Elvira Puchner, MSc
Studium Musiktherapie, tätig in einem Ambulatorium und in freier Praxis, Schwerpunkte Kinder, Jugendliche und Familien, Biografiearbeit mit Musik für Jugendliche und Erwachsene, Singen als Möglichkeit der Persönlichkeitsentfaltung; Teilstudien Elementare Musikpädagogik, Jazz- und Popgesang und Bildungswissenschaften, Dipl. Entspannungstrainerin, Weiterbildung in Theaterpädagogik. www.musikundmensch.at

Wildpflanzen waren lange Zeit Lebensgrundlage der Menschheit - heute sind sie meist unbeachtet, oder wenn beachtet, dann meist als ungewolltes "Unkraut". Dabei halten diese widerstandskräftigen Pflanzen pure Lebenskraft und wichtige Nährstoffe für uns bereit - und können für die sozialpädagogische Praxis einen wertvollen Zugang zur Natur und zu Selbstwirksamkeit bieten: Das Identifizieren und Sammeln, das Verarbeiten und Essen macht Selbstwirksamkeit erfahrbar – und nährt nicht nur den Bauch, sondern auch Herz und Seele!

Gemeinsam werden wir uns spielerisch mit dem essbaren Grün in Wiese und Wald befassen und ein buntes  Wildpflanzenmenü kochen.

Mögliche Inhalte des Seminars:

  • Grundlagenwissen zu den saisonal wachsenden essbaren Wildpflanzen
  • Förderung von Selbstwirksamkeit durch Naturerfahrung
  • Ernährungskompetenz und ressourcenschonendes Handeln

Hinweis: Seminarort am Samstag bei Neuwaldegg - bitte wetterfeste Kleidung mitbringen. Mit einem Kostenbeitrag fürs Essen zwischen 5 - 10 Euro ist zu rechnen.

Larissa Breitenegger, BA
ist freiberufliche Outdoortrainerin. Fachberaterin für Selbstversorgung mit essbaren Wildpflanzen (Hochschule Nürtingen, D), Somatic Experiencing (SE)® i.A. www.gruentrieb.at

Seminare am 25. - 26. April 2026

Coaching boomt! Und das schon seit Jahren. Menschen lassen sich heutzutage in allen Lebenslagen und Lebensfragen beraten und begleiten. Egal, ob es um Gesundheit, Ernährung, Partnerschaft, Konflikte, Freizeit oder Karriere geht – der Selbstoptimierungsgedanke, die Entfaltung der persönlichen Strahlkraft und der Wunsch nach mehr Autonomie in der persönlichen Lebensgestaltung veranlassen viele Menschen Coaching in Anspruch zu nehmen. Coaching ist in den letzten Jahren zu einem «Containerbegriff» geworden, weil damit alle möglichen Angebote etikettiert werden und es zunehmend unklar ist was darunter verstanden werden kann.
 
Wir erarbeiten uns im Seminar ein Coaching Verständnis, in dessen Zentrum die Kompetenzorientierung steht und das auf den Grundlagen des systemisch konstruktivistischen Denkens basiert. Systemische Coachingkonzepte und -ansätze gewinnen in der sozialpädagogischen Arbeit zunehmend an Bedeutung, weil sie dazu beitragen, die Selbstmanagementfähigkeiten der Kundinnen und Kunden bzw. Klientinnen und Klienten (wieder) anzuregen. Coaching ist kein Wundermittel, aber es ist eine spezifische Hilfe, gerade für jene, die erschwerte Lebens- und individuelle Problemlagen zu meistern haben. Sie lernen im Seminar unterschiedliche, ressourcenorientierte Herangehensweisen kennen und bekommen ausreichend Gelegenheit Coaching als spezielle Form des miteinander Redens auszuprobieren. Im Seminar werden Sie ein Grundverständnis für systemisches Coaching erwerben und umfassend Fragetechniken kennen lernen, sodass Sie Ihre erworbenen Kompetenzen für Ihren persönlichen und beruflichen Alltag nutzen können.

Mag.a Alexandra Müller, MBA MSc
Studium der Pädagogik, Sozialmanagerin, freiberufliche Supervisorin und Coach für Einzelpersonen und Teams aus dem Non Profit Bereich, Vortrags- und Seminartätigkeit. Langjährige Erfahrung im Sozialbereich, vor allem in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen.

Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen ein Zuhause zu haben, wo er sich zugehörig fühlt und sich von der Außenwelt distanzieren, sich sammeln und die wichtigsten Menschen, nämlich die eigene Familie bei sich haben kann. Ein Zuhause zu haben heißt ankommen, bei sich sein zu können und wichtiger noch: Frieden finden.

Nun nicht jedes Zuhause gibt einem Sicherheit! Für die eine oder andere heißt Zuhause „Angst“ und „Dunkelheit“.

Familie bleibt Familie. Die Menschen haben etwas zusammen, aber in dem Fall nicht nur die schönen Gefühle, sondern auch die „Scham“ klebt einem auf dem Gesicht und die Schultern ziehen sich nach vor aufgrund des schweren Rucksacks, den man mit sich trägt. Die Ohrfeigen lassen paradoxe Gefühle hinter sich. Man spürt einerseits die Wärme der schlagenden Hände, andererseits leidet man darunter erniedrigt zu werden. Es bleibt ein Rätsel im Herzen warum einem so was passiert.

Dieses Seminar ermöglicht das Thema „Häusliche Gewalt“ aus einer anderen Perspektive zu illustrieren; ein „Verstehen“ mitzugeben, ohne Bewertung und mit vielen Hintergründen.

Inhalte:

  • Darstellung des Themas aus theoretischer Sicht
  • Informationen über rechtliche Vorgaben und Möglichkeiten bei Fällen häuslicher Gewalt (Mitteilungspflicht,
  • Frauenhäuser...)
  • Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit bisherigen beruflichen Erfahrungen zum Thema Gewalt
  • Reflexion und noch mehr.

Güler Ay, MA
Diplomierte Sozialpädagogin, systemischer Coach und Beraterin, Kursleiterin in Volkshochschulen in Wien und Niederösterreich, zertifizierte Datenschutzexpertin;  Ehrenamtliche Bewährungshelferin; langjährige Berufs- und Leitungserfahrung in den stationären und ambulanten sozialpädagogischen Bereich; freiberuflich tätig im Bereich Coaching und Beratung.

Die Wohngemeinschaft sollte ein Zuhause für Kinder und Jugendliche werden können. Ein sicherer Ort, in dem sie wachsen und lernen, lachen und weinen, Krisen bewältigen und Abenteuer erleben. Die Wohngemeinschaft ist auch ein Ort, an dem sich Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Herkunftsfamilien mit all ihren Erlebnissen und Geschichten treffen und zusammenleben (müssen). Sie ist kein gewöhnliches Zuhause, sie ist ein dynamischer Ort wo Ein- und Auszüge, Konflikte und Krisen, Sympathie und Abneigung zum Alltag gehören.

Die Arbeit in Wohngemeinschaften kann für die Betreuer:innen sehr herausfordernd sein. Sie fordert die Auseinandersetzung mit den Geschichten der Bewohner:innen und mit der eigenen Geschichte. Sie ist ein Lernraum, der von den Beteiligten gestaltet wird.

In diesem Seminar soll es um die praxisorientierte Gestaltung dieses Lernraumes gehen. Ausgehend vom(möglichen)Leben und Erleben der Bewohner:innen werden didaktische Zugänge der sozialpädagogischen Arbeit vorgestellt, ausprobiert und reflektiert. Die erlernten Praktiken werden so aufbereitet, dass sie direkt in den Arbeitsalltag integriert werden können.

Methoden: Fachimpuls, Übungen, Reflexion, Austausch

Martin Fath-Graf
Sozialpädagoge und systemischer Berater. Referent, Trainer, Coach. Lehraufträge: FH Campus Wien, Kolleg für Sozialpädagogik der ARGE Wien

Sozialpädagog:innen begegnen in ihrem Arbeitsalltag immer wieder herausforderndem Verhalten – sei es bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oder bei Kindern und Jugendlichen, die fremduntergebracht sind. Solche Verhaltensweisen können von aggressiven Ausbrüchen über Rückzugsverhalten bis hin zu selbstverletzendem Handeln reichen. Doch was könnte dahinterstecken und wie können Fachkräfte professionell mit diesem Verhaltensweisen umgehen?

In diesem Seminar nehmen wir herausforderndes Verhalten aus zwei zentralen Perspektiven in den Blick:

Kognitive Beeinträchtigungen
Menschen mit kognitiven Einschränkungen kommunizieren oft auf andere Weise als neurotypische Menschen. Wenn Bedürfnisse nicht verstanden oder ausgedrückt werden können, kann es zu herausforderndem Verhalten kommen. Wir beleuchten, welche Rolle Wahrnehmungsverarbeitung, emotionale Regulation und Umweltfaktoren dabei spielen – und wie wir mit wertschätzenden, deeskalierenden Strategien darauf reagieren können.

Psychotraumatologie, Traumapädagogik und Fremdunterbringung
Kinder und Jugendliche, die in Wohngruppen oder Pflegefamilien leben, haben häufig traumatische Erfahrungen gemacht. Bindungsabbrüche, Gewalt oder Vernachlässigung prägen ihr Verhalten – oft in Form von Wut, Misstrauen oder Rückzug. Wir beschäftigen uns mit den neurobiologischen Grundlagen von Trauma und Traumapädagogik, den Mechanismen hinter sogenannten „Triggern“ und der Bedeutung einer sicheren Beziehungsarbeit. 

Was erwartet Sie?

  • Theoretische Grundlagen zu kognitiven Beeinträchtigungen, Trauma und Traumapädagogik
  • Fallbeispiele und praxisnahe Strategien für den pädagogischen Alltag
  • Raum für Reflexion und Austausch mit Kolleg:innen
  • Methoden zur Selbstfürsorge und professionellen Abgrenzung

Gemeinsam erarbeiten wir praxisorientierte Ansätze, die sowohl Betroffenen als auch Fachpersonen helfen, herausforderndes Verhalten besser zu verstehen und zu begleiten.

Mag.a Sabine Miesler
Elementarpädagogin, Studium der Pädagogik und Sonder- und Heilpädagogik an der Universität Wien. Psychotherapeutisches Propädeutikum, Ausbildung in Projektmanagement. Langjährige Tätigkeit mit Jugendlichen mit Beeinträchtigungen bei der Arbeitsplatzsuche; Projektleitung an der VHS im Bildungsbereich, selbständige Workshopgestaltung in der Freiwilligenarbeit (Menschen mit Fluchthintergrund), Projektleitung CARITAS (Zentrum für Frauengesundheit) und Tätigkeiten in der Familienberatungsstelle. Referentin am Kolleg für Sozialpädagogik seit 2018 für Pädagogik, Inklusive Pädagogik, …Lehrtätigkeit an der SOB-Caritas Schule für Sozialbetreuungsberufe seit 2022 (Pädagogik, Herausforderndes Verhalten, Psychopathologie, Management,…)

Mag. Alexander (Sascha) KRIZ, MSc
Supervisor, Mediator, Coach im Bereich Sozialer Arbeit (Oase, Neue Wege, SOS-Kinderdorf, usw.), Sozialpädagoge, langjährige Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung, mehrfacher Behinderung und psychischer Erkrankung, breiter Ausbildungs-hintergrund und Leitungstätigkeit im psychosozialen Bereich in unterschiedlichen Positionen. Vortragstätigkeit und Lehraufträge: Schule für Sozialbetreuungsberufe der Caritas Wien, Kolleg für Sozialpädagogik, Arge Bildungsmanagement, SFU, FH für Soziale Arbeit Wien.

Das Leben ist die Bühne - Theater findet überall statt. Unser Alltag bietet uns unendliche Quellen an Geschichten und macht uns zu DarstellerInnen unseres Lebens. Das ist Augusto Boals Vision seines demokratischen Verständnisses von Theater. Wir sind aktive GestalterInnen und nicht passive ZuschauerInnen unserer Szenen. Mittels seiner Theatertechniken überwinden wir die Unterdrückung und erlernen und entwickeln Veränderungsprozesse.

Das „Theater der Unterdrückten“ ist eine Form des politischen Theaters, das darauf abzielt, gesellschaftliche Probleme und Ungerechtigkeiten aufzuzeigen und das Publikum zum Handeln zu bringen.

Durch Spiele, theaterpädagogische Übungen, Bewegung und Experimentieren mit Rollen tauchen wir in Alltags- und Konfliktszenen ein und erweitern unsere HandlungsSpielRäume. Wir betrachten scheinbar festgefahrene LebensSzenen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und deren aktive Erprobung macht Veränderungsmöglichkeiten sichtbar und erlebbar.

Wir erweitern unsere Konfliktkompetenz indem wir alternative Lösungsmöglichkeiten erproben und in den Alltag transferieren. Spaß und Lust am gemeinsamen Spiel sind willkommen und ausdrücklich erwünscht.

Bitte bequeme Kleidung mitbringen.

Mag. (FH) Christina Grabner
FH Diplomstudiengang Sozialarbeit - FH Campus Wien, AGBTheaterpädagogik Grund und Aufbaulehrgang tätig als Jugendarbeiterin und SchulSozialarbeiterin beim Verein Tender für Jugendarbeit Workshops für Kinder- und Jugendliche in der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit.

Beatrix Harrer
Kolleg für Sozialpädagogik, Akademie für Sozialarbeit, AGBTheaterpädagogik Grund und Aufbaulehrgang, Diplomlehrgang für Mediation und Konfliktkompetenz, Clownleergang Wien - Theater Ole´ tätig als Jugendarbeiterin beim Verein Wiener Jugendzentren Workshops für Kinder- und Jugendliche in der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit.

Seminare am 9. - 10. Mai 2026

In diesem Seminar wird eine Übersicht typischer somatischer und psychiatrischer Notfälle gegeben und die entsprechenden Möglichkeiten der Erste Hilfe vorgestellt. Themen sind unter anderem Herz- Kreislaufstillstand, akute Selbstgefährdung, Fremdgefährdung und andere.

Auf aktuelle Fallbeispiele und Interessen der Studierenden wird sehr gerne eingegangen.

Dr. Wolfgang Pale
Arzt für Allgemeinmedizin, als solcher langjährige Arbeit in der Suchthilfe, Praxis für Psychotherapie, Supervision und Coaching

„Pen-&-Paper-Rollenspiele“ haben in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt und sind beliebter denn je. Dies zeigt sich durch zahlreiche „Let’s-Play-Videos“ im Internet, viele „Kickstarter-Projekte“ für „Pen-&-Paper-Systeme“ oder den kommenden „Dungeons-&-Dragons-Film“. Eine mögliche Erklärung dafür ist der leichte Zugang zu dieser Art von Spielen, denn alles, was dafür benötigt wird, sind Papier, Bleistift, ein paar Würfel und Vorstellungskraft. In die Rolle von jemand anderen zu schlüpfen und sich spielerisch mit anderen Akteur:innen auszuprobieren zeigt auch Potenzial, das in der Pädagogik genützt werden kann. Dazu zählt zum Beispiel Stärkung der Sozial- und Sprachkompetenz, Förderung von Empathie, räumlichem Denken, Kreativität und Selbstreflexion.

Dieses Seminar gibt einerseits den theoretischen Input zu Rollenspielen und zeigt anderseits praktisch und handlungsorientiert, wie „Pen-&-Paper-Rollenspiele“ als Methode in der pädagogischen Arbeit genützt werden können. In der Gruppe werden auf spielerische Art Tools kennen- und kreativ einsetzen gelernt, die es ermöglichen, Rollenspiele in den Arbeitsalltag zu integrieren. Die Reflexion über das Spielgeschehen ist neben den erarbeiteten Tools ein wichtiger Bestandteil für den Einsatz von Rollenspielen in der Pädagogik. So let the dices roll!

Toni Ammer MA
Diplomierter Sozialpädagoge, handlungsorientierter Medienpädagoge, langjährige Berufserfahrung in verschiedenen sozialpädagogischen Bereichen, Musiker, Tontechniker und Computernerd

Beim Improvisationstheater braucht es kein Drehbuch und auch keinen vorher gelernten Text, keine Normen und Einschränkungen – die Geschichte wird durch Spontanität, Phantasie und Improvisation aufgebaut. Alles ist möglich und alles kann passieren. Jede Szene ist neu, jeder Satz spontan. Alles was zählt, ist die Geschichte, die in diesem Moment entsteht.
 
Absolut jeder Mensch, ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener ist zu dieser Urform improvisierten Theaterspiels in der Lage. Die intensive Auseinandersetzung während des Spielprozesses mit sich selbst, aber auch mit dem Gegenüber, stärkt die Selbst- und Fremdwahrnehmung und ermöglicht einen spielerischen Kontaktaufbau zur Umwelt. Das improvisierte Theaterspielen kann helfen, Kontakt zum eigenen Körper herzustellen und physische und psychische Bedürfnisse wahrzunehmen. Durch den spielerischen Prozess ist es möglich, die eigene Lebensenergie zu steigern und eine Veränderung im Verhalten und Fühlen wahrzunehmen.  Die pädagogische Theaterarbeit bietet die Chance, die moralischen und konventionellen Vorgaben der Umwelt, die einschränkend auf die persönliche Entfaltung und Entwicklung wirken können, zu überwinden.

Interessierte, die mit Improvisationstechniken nicht vertraut sind, aber auch jene, die schon Erfahrung gesammelt haben, können bei diesem Seminar die Techniken des Improvisierens kennenlernen und den Umgang mit Körper, Sprache, Konzentration und Intuition trainieren bzw. vertiefen. Bitte bequeme Kleidung mitnehmen!

Mag.a Susanna Schneider
Studium Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Studium Pädagogik mit Schwerpunkt Sozialpädagogik, Ausbildung zur Theaterpädagogin BuT, tätig als Theaterpädagogin mit unterschiedlichen Zielgruppen, Fachtrainerin in der Erwachsenenbildung, Angebot von Workshops im Bereich Kreativität und Persönlichkeitsentwicklung www.stueckwerk-kantine.jimdo.com

"Wahrnehmungsschulung, soziales Handeln, kreative Lernprozesse fördern, Stärkung des Selbstbewusstseins, Motorikschulung usw." diese Begriffe würde man nicht so schnell mit Tieren in Verbindung bringen, oder?!
Tiergestützte Intervention ist nicht das zufällig in der Einrichtung stehende Aquarium oder ein Ausflug in den Tiergarten, sondern es steckt ein gezielter pädagogischer, sozialarbeiterischer oder therapeutischer Einsatz von Tieren dahinter.

Dieses methodische Wahlfach soll einen theoretischen aber auch praktischen Einblick in die "tierisch-pädagogische" Arbeit vorwiegend mit Kindern und Jugendlichen geben. Am Arbeitsareal der Vortragenden werden wir gemeinsam mit Pferden, Hunden, Kaninchen und Hühnern die Theorie der tiergestützten Arbeit direkt in der Praxis erproben und erleben.

Das Seminar findet im Raum Mattersburg statt. Die Seminarzeiten können aufgrund der Anreise von unseren üblichen Seminarzeiten abweichen.

Karoline Kaltenbacher, BA
Sozialpädagogin, Sozialarbeiterin, Teamcoach, Zertifizierter Coach für tier- und naturgestützte Therapie, biologic® Beraterin. Langjährige Erfahrung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, derzeit tätig für den PSD Wien, Extended Soulspace mit tier- und naturgestützter Sozialer Arbeit sowie Koordinationstätigkeit und selbstständig mit „enjoy2be – Der Mensch im Einklang mit Natur und Tier“.

Künstlerisches Arbeiten hat in der Sozialpädagogik einen hohen Stellenwert: Es fördert kreative Denkprozesse, stärkt die Selbstwirksamkeit und bietet Raum für Selbstausdruck und nonverbale Kommunikation – besonders wichtig in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Menschen mit Unterstützungsbedarf. Im Rahmen des Seminars beschäftigen wir uns mit zwei spannenden experimentellen Drucktechniken: der Küchenlithografie und der Tetrapakradierung. Beide Verfahren ermöglichen mit einfachen Mitteln eindrucksvolle Ergebnisse und eröffnen vielfältige kreative Ausdrucksmöglichkeiten. 

Lithografie ist ein Flachdruckverfahren, das darauf basiert, dass Öl und Wasser sich abstoßen. Anders als bei der klassischen Lithografie kommen bei der Küchenlithografie allerdings Alufolie und CocaCola als Materialien zum Einsatz, wodurch sie weitaus niederschwelliger und leistbarer wird.

Die Tetrapakradierung (oder Nudelmaschinenradierung) verwendet Nudelmaschinen und Tetrapak Kartons anstatt traditioneller Druckplatten und Pressen. Mit dieser Variante der Kaltnadelradierung lassen sich eindrucksvolle, flächige Werke erstellen.

Experimentelle Drucktechniken bieten darüber hinaus einen besonderen Mehrwert: Sie laden zum spielerischen Umgang mit Materialien ein, regen zum Ausprobieren an und fördern eine offene Haltung gegenüber Prozessen und Ergebnissen. Die erlernten Methoden lassen sich mit einfachen Materialien umsetzen und eignen sich daher hervorragend für den pädagogischen Alltag. Weiters erfordern beide Techniken Geduld und achtsames Arbeiten, was zu einem sehr meditativen und haptisch ansprechenden Prozess führen kann.

Für das Seminar sind keinerlei Vorkenntnisse nötig! Ich freue mich allerdings, wenn Teilnehmer*innen im Vorhinein jeweils ein paar Tetrapak Saftkartons sammeln. Saftkartons, mit silberner Beschichtung auf der Innenseite, sind besser geeignet als Milchkartons. Bitte gut ausspülen, aufschneiden, trocknen und mitbringen.

Annette Köppl 
ist diplomierte Sozialpädagogin, freischaffende Künstlerin und freiberuflich als Referentin in verschiedenen Einrichtungen tätig. Darüber hinaus ist sie pflegende Angehörige eines Kindes mit schwerer Behinderung. In ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet sie mit unterschiedlichen Techniken wie experimentellem Druck, Cyanotypie und Stop Motion Animation.  

Seminare am 30. - 31. Mai 2026

Im Rahmen dieses zweitägigen Wahlseminars werden wir uns mit der sozialpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen in Untersuchungs- und Strafhaft befassen.
 
Die Sozialpädagogik ist eine vergleichsweise junge Profession im österreichischen Strafvollzug. Als außenstehende Person war es bislang schwierig, Einblicke in diese Tätigkeit zu bekommen. Dieses Seminar soll das ändern und u.a. folgende Fragestellungen behandeln:

  • Welche Aufgaben haben Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen in Justizanstalten?
  • Mit welchen Herausforderungen sind sie konfrontiert und wie bewältigen sie diese?
  • Was macht die Arbeit im Strafvollzug attraktiv?
  • Mit welchen Berufsgruppen wird zusammengearbeitet?
  • Inwiefern können Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen einen Beitrag zur Resozialisierungsarbeit leisten?
  • Was bedeutet eine Inhaftierung für ihre Klientinnen und Klienten und warum werden Menschen überhaupt kriminell?
  • Was passiert nach der Haft mit ihnen?
  • Wie werde ich Sozialpädagogin bzw. Sozialpädagoge im Strafvollzug und welche Qualifikationen muss ich hierfür vorweisen können?

Wir werden zudem gemeinsam Fallbeispiele diskutieren und es erfolgt eine Einführung in die Themen „Kriminalität“, „Gewaltprävention“, „Totale Institutionen“ sowie „Untersuchungs- und Strafhaft".

DSP.in Elena Kundrat BA
hat zwei Jahre lang als Sozialpädagogin im Jugend- und Frauenvollzug einer österreichischen Justizanstalt gearbeitet und wurde im Zuge dieser Tätigkeit mit dem österreichischen Kinderschutzpreis 2019 in der Kategorie „Gewaltprävention und Aufklärung über Gewalt“ ausgezeichnet. Sie hat Sozialpädagogik, Bildungswissenschaften und Soziale Arbeit studiert. Derzeit ist sie als Sozialarbeiterin beim Verein Neustart in der Bewährungshilfe und Gewaltpräventionsberatung tätig.

In unserem Alltag begegnen wir immer wieder Konflikten, d.h. wir finden diese in verschiedenen Lebenslagen. In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern werden wir immer wieder mit diesem Thema konfrontiert, denn überall wo Menschen aufeinander treffen können Konflikte entstehen. Mit anderen Worten wird unter anderem von einem Konflikt gesprochen, wenn zwei oder mehrere Personen etwas tun, was einen anderen verletzt, blockiert oder bedroht. Die Folge ist, dass sich die Kommunikation verschlechtert.

Im Erziehungsfeld entstehen beispielsweise Konflikte, wenn Kinder und Jugendlichen bestimmten Erwartungen der Erzieher nicht genügen oder auch wenn die Erzieher den bestimmten Erwartungen der Kinder und Jugendlichen nicht nachkommen.

Ausgehend von dieser Grundlage, werden wir und mit den folgenden Fragen/Themen beschäftigen:

  • Was sind Konflikte?
  • Welche Konfliktarten unterscheidet man?
  • Was sind die Merkmale eines zwischenmenschlichen Konflikts?
  • Was sind die Konfliktursachen?
  • Welche Funktionen erfüllen Konflikte?
  • Wie gehe ich mit Konflikten um?
  • Was sind die Stufen der Konfliktlösung?
  • Wie können Konfliktgespräche erfolgreich mit Kindern, Jugendlichen und Eltern geführt werden?
  • Welche konstruktiven Modelle gibt es um, welche für eine friedliche Konfliktlösung genutzt werden kann?
  • (Gordon-Modell, Gewaltfreie Kommunikation n. M. Rosenberg; elterliche Präsenz n. H. Omer, etc.)

Mag.a Klara Culo-Muhaxheri
Pädagogin, Systemische Familientherapeutin. Langjährige Mitarbeiterin bei Oase, in einer sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft und selbstständige psychotherapeutische Tätigkeit

Dieser Workshop soll Teilnehmer*innen einen rassismuskritischen Umgang mit Mehrsprachigkeit und sprachlicher Diversität ermöglichen. Gemeinsam hinterfragen wir alltägliche Umgangsformen mit mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen. Im Workshop werden Vorurteile zu Mehrsprachigkeit thematisiert und anhand von Fallbeispielen mögliche Implikationen aufgezeigt.
 
Ali Dönmez, BSc, MA
studierte Logopädie an der Fachhochschule in Wiener Neustadt und Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Wien. Initiator der Petition „Lasst Kinder gemeinsam lernen".

Egal wie unbegreiflich die oftmals sehr herausfordernden Verhaltensweisen bindungstraumatisierte Personen mitunter auch für Professionist:innen zu sein scheinen, mit einen Blick auf die Neurobiologie von Trauma und entwicklungshemmende Lebenserfahrungen wird Vieles klarer und damit der gute Grund dahinter ersichtlich.

Dieses Seminar soll ein Grundwissen darüber vermitteln, wie sich Bindungstraumata auf das menschliche Nervensystem auswirken und damit Erklärungsansätze für schwierige Verhaltensweisen und Eskalationen aufzeigen. Weiters werden die Unterschiede zwischen verschiedenen Formen von Eskalationen erläutert, mit Hinblick auf die Neurowissenschaften mögliche Interventionen vorgestellt und anhand traumatherapeutischer Konzepte vertiefendes Wissen für die Begleitung von traumatisierten Personen in schwierigen Betreuungssituationen vermittelt. Für einen bestmöglichen Transfer der präsentierten Inhalte in die pädagogische Praxis sind alle Teilnehmer:innen eingeladen, die vorgestellten Theorien und Methoden anhand eigener Fallgeschichten zu diskutieren und reflektieren.

Inhaltliche Schwerpunkte des Seminars:

  • Neurobiologische Grundlagen mit Hinblick auf Bindungstraumata
  • Regulationsmechanismen des Nervensystems
  • Traumtherapeutische Konzepte und Modelle (z.B. Ego-State-Therapie, NARM, etc.)
  • Erweiterung von Selbst- und Co-Regulationskompetenzen
  • Grundlegende Methodik der gewaltfreien Deeskalation
  • Reflexion erlebter Eskalationen im sozialpädagogischen Kontext

Dominik Lang
ist quereingestiegener Sozialpädagoge und nach knapp 10 Jahren in der sozialtherapeutischen und -psychiatrischen Betreuung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen seit 2020 Teil des Leitung-Tandems der sozialpsychiatrischen Kleingruppen TURN, der Oasis Socialis KiJu gem. GmbH. Seit nunmehr 2 Jahren unterrichtet er als Trainer für NeuroDeeskalation® Personen und Teams aus unterschiedlichen Bereichen der psychosozialen Arbeit.

Achtsamkeitsübungen, Meditation und intuitives Bogenschießen dienen der mentalen Entspannung, der Ausgeglichenheit und dem Finden der inneren Mitte. Die Verinnerlichung der eigenen Körper-wahrnehmung, das bewusste Wahrnehmen der Bewegungsabläufe und die Konzentration auf die Atmung führen zu:

  • Selbsterkenntnis
  • innerer Ruhe
  • dem Einklang von Körper und Geist
  • Hingabe
  • Vertrauen

Die Kunst des intuitiven Bogenschießens eröffnet uns neue Ressourcen, kann Entwicklungen anstoßen und neue Sichtweisen eröffnen. Bewegungsabläufe wie das bewusste Loslassen, Standfestigkeit, Lockerheit, Anspannung und Entspannung, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit, Zielorientierung und vieles mehr können unmittelbar in unser tägliches Leben übernommen werden und uns helfen Herausforderungen und Anforderungen gelassener zu bestehen.

Seminarinhalt:

  • Übungen zur Achtsamkeit und Meditation
  • Einführung (Theorie und Praxis) in das intuitive Bogenschießen

Seminarort: Bogenschule Reisser, 2801 Katzelsdorf.

Das Seminar findet im ausschließlich im Freien statt und ist für AnfängerInnen und Fortgeschrittene geeignet. Die Ausrüstung wird von der Lehrgangsleitung bereitgestellt.  

Mag.a Susanna Schneider
Studium Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Studium Pädagogik mit Schwerpunkt Sozialpädagogik, Ausbildung zur Theaterpädagogin BuT, tätig als Theaterpädagogin mit unterschiedlichen Zielgruppen, Fachtrainerin in der Erwachsenenbildung, Angebot von Workshops im Bereich Kreativität und Persönlichkeitsentwicklung www.stueckwerk-kantine.jimdo.com

Seminare am 6. - 7. Juni 2026

In den vergangenen Jahren wurden junge Menschen und pädagogische Fachkräfte verstärkt mit islamistischem Extremismus konfrontiert. Auch wenn sich das Phänomen des islamistischen Extremismus immer wieder stark verändert hat, und aktuell weniger Ausreisende als Rückkehrende und in verschiedene Organisationen in der Diskussion stehen, bleibt es für junge Menschen mit seinen ideologischen Versprechungen und gruppendynamischen Angeboten präsent als ein attraktiver Weg aus biografischen und familialen Krisen.

Seit dieser Zeit haben sich vielfältige pädagogische Angebote etabliert, die junge Menschen gegen Radikalisierungsgefährdungen stärken oder sie darin unterstützen, sich von islamistisch-extremistischen Gruppen und Ideologien abzulösen. Pädagogische Fachkräfte setzen sich in der Praxis mit der Rolle der Religion im Zusammenhang mit Hinwendungs- und Radikalisierungsprozessen und vielen weiteren Fragen auseinander, beispielsweise: Wie agieren diese Angebote in religiösen Kontexten? Wann spielt Religion eine Rolle? Und inwieweit binden sie selbst Religion in ihre pädagogische Arbeit ein? Die Frage nach der Gewichtung von Religion – und spezifischer dem Islam – in dieser Präventions- und Deradikalisierungsarbeit ist dabei immer wieder Anlass kontroverser Debatten.

Güler Ay, MA
Diplomierte Sozialpädagogin, systemischer Coach und Beraterin, Kursleiterin in Volkshochschulen in Wien und Niederösterreich, zertifizierte Datenschutzexpertin;  Ehrenamtliche Bewährungshelferin; langjährige Berufs- und Leitungserfahrung in den stationären und ambulanten sozialpädagogischen Bereich; freiberuflich tätig im Bereich Coaching und Beratung.

Der Begriff Trauma begegnet uns nicht nur in der Fachliteratur und der Arbeit mit potentiell traumatisierten Klient*innen, er findet zunehmend auch Einzug in gesellschaftspolitische Diskurse, wird auf Social Media verwendet und vermarktet und schleicht sich so immer mehr in unseren alltäglichen Sprachgebrauch ein. Auch verwandte Begriffe wie Trigger oder Flashback werden zunehmend mit einer gewissen Unschärfe gebraucht.

Als Sozialpädagog*innen sollte es uns möglich sein, eine fachlich korrekte Terminologie in Bezug auf Traumatisierungen anzuwenden, in weiterer Folge ein traumasensibles Fallverständnis zu entwickeln, nach Möglichkeit traumasensible Konzepte in unserem Arbeitsumfeld zu etablieren und Kenntnisse über traumaspezifische Interventionen zur Anwendung zu bringen.

Das Seminar soll hier einen Bezugspunkt zu den Themen Trauma, Traumasensibilität und traumasensible Gesprächsführung schaffen und vorhandenes Wissen vertiefen, Interventionen anhand von Fallbeispielen und Übungen praxisnah vermitteln und spezifische traumasensible Handlungskonzepte vorstellen.

Inhalt:

  • Grundlagen und Grundbegriffe der Psychotraumatologie
  • Krise vs. Trauma
  • Neurobiologie des Traumas
  • Traumatische Ereignisse, Traumaprozess, posttraumatische Symptome und Reifung
  • Posttraumatische Dissoziation
  • Einfache und komplexe Traumatisierungen (Typ 1 und Typ 2 Trauma), Bindungstrauma
  • Shattered Assumptions
  • Trauma-informed Care: Traumasensibilität und traumasensible Beratung und Gesprächsführung in der Sozialpädagogik
  • Beratungshaltung, Beziehungsarbeit und Kommunikation mit traumatisierten Klient*innen
  • Trauma- und Ressourcenanamnese
  • Traumaspezifische Interventionen
  • Selbstfürsorge und sekundäre Traumatisierung

Paul Donnerbauer
Diplomierter Sozialpädagoge, DBT-Skillstrainer, Gruppenpsychoanalytischer Team- und Organisationsentwickler in Ausbildung, Traumapädagoge in Ausbildung, Tauchlehrer für Sport-, Inklusions- und Handicaptauchen; arbeitet in der stationären Betreuung von Jugendlichen mit psychiatrischen Diagnosen in Wien (JWG Festland GmbH); www.donnerbauer-paul.at